Unsere Stephanuskirche, geweiht am 26.09.1965 und gelegen im Ortsteil Unterasbach, ist Mittelpunkt und Schmuckstück der Gemeinde.

 

Die Kirche ist in der charakteristischen Form einer Pyramide oder eines Zeltes gestaltet (19,5 x 19,5m, 16,5m hoch). Daneben steht ein separater, 25m hoher Glockenturm (+ 3m hohes Kreuz). Die Zeltform erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus der Knechtschaft in Ägypten und an das Selbstverständnis der Christen als wanderndes Volk Gottes durch die Zeit.

 

Außergewöhnlich sind die Türgriffe des vierflügeligen Eingangsportals der Kirche. Diese zeigen in Anlehnung an ein Gleichnis Jesu (Mt. 25, 36ff.) vier Werke der Barmherzigkeit: Durstigen zu trinken geben, Gefangene besuchen, Kranke pflegen und Nackte bekleiden. Wer diese Kirche betritt, nimmt also im wahrsten Sinne des Wortes diese Werke der Barmherzigkeit in die Hand.

 

Im Gotteshaus selbst finden wir hoch oben an der Decke südseitig ein Dreieck, das das Gottesauge symbolisiert und damit darauf hinweist, dass wir unter Gottes Schutz stehen.
Etwas tiefer sehen wir auf der Ostseite einen Ring aus zwölf Dreiecken, der uns an die zwölf Stämme Israels und an die zwölf Jünger erinnert.

 

Unterhalb befindet sich das aus einzelnen Keramikplatten gestaltete Altarbild. Es zeigt die Geschichte von Stephanus, dem Armenpfleger und ersten Märtyrer der Kirche. Im unteren Teil des Altarbildes sehen wir, wie Stephanus sich um einen Kranken bemüht. Die Leidensgeschichte des Stephanus (Apg. 7,54ff.) nimmt die Mitte des Altarbildes ein. Darüber ist der auferstandene, erhöhte Christus dargestellt, zu dem Stephanus aufblickt. Um ihn herum symbolisieren Engel, Löwe, Stier und Adler die vier Evangelisten, die die Geschichte Jesu überliefert haben.

 

Interessant sind die verschiedenen in den Boden des Kirchenraumes eingelassenen, reliefartigen Platten. Im Podest vor dem Altar finden wir eine Platte, die eine Schlange zeigt.
Sie verweist auf die Verheißung, dass einer kommen wird, der die Schlange, die traditionell den Teufel symbolisiert, zertreten wird (1. Mose 3, 15).

Um den in der Mitte der Kirche stehenden Taufstein aus Naturstein sind nochmals vier Platten eingelassen, die Jesu Gleichnis vom vierfachen Acker (Mt. 13) darstellen: Sonne, Dornen, Fels und Vögel können die Saat, d.h. den Keim des Glaubens, vernichten, der hier durch den in der Mitte der vier Platten aufgestellten Taufstein und damit durch die Taufe repräsentiert wird.
Im Keramiktaufbecken befindet sich ein Fischrelief mit den griechischen Buchstaben ΙΧΘΥΣ (=Fisch) - das klassische Symbol der Christen im alten Rom.

 

Die 2-manualige Orgel auf der Empore im Westen wurde 1968 vom örtlichen Orgelbauer E. Bauer errichtet. Sie ist kompakt unter der Dachschräge platziert und umfasst 13 Register.

Die Gestaltung und die Anordnung von Kanzel, Altar (Naturstein) und Lesepult runden den freundlichen Gesamteindruck ab. So lädt unsere Kirche zu Besuch, Besinnung und Besichtigung ein.

 

Unsere Glocken

Im Turm befindet sich unser Geläut. Die drei gestifteten Glocken wurden 1965 bei der Fa. Schilling in Heidelberg gegossen. Die kleine Glocke ist die "Hoffnung", wiegt 197 kg und schlägt in d". Die mittlere Glocke wiegt 290 kg, ist auf den Ton e" gestimmt und heißt "Glaube". Die große Glocke schließlich - "Liebe" genannt - bringt 430 kg auf die Waage und klingt im Ton a.

Unser Glockentrio ist dem Hohenlied der Liebe aus 1. Kor.13,13 nachempfunden:

"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."